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Ein Haus zum Leben und Lernen für taubblinde Kinder

In der Bundesrepublik leben rund 400 Kinder und Jugendliche, die sowohl blind als auch taub sind, die meisten von ihnen haben einen Gendefekt oder sind viel zu früh zur Welt gekommen. Wer nicht hören und auch nicht sehen kann, der tut sich schwer, die Welt um ihn herum zu verstehen. Wenn es still ist und dunkel, dann übernehmen andere Sinne die Lebensaufgaben, dann wird ertastet und erspürt.
Sebastian und Edi leben in einer Einrichtung des Würzburger Blindeninstituts, wo sie liebevoll betreut und mit hoher Fachlichkeit gefördert werden. Das Haus allerdings war rund 30 Jahre alt und entsprach längst nicht mehr dem heutigen innenarchitektonischen und pädagogischen Standard, der es den Kindern ermöglicht, sich entsprechend ihrer Fähigkeiten zu entwickeln.
Deshalb hat Sternstunden bei der Renovierung des Hauses geholfen, die vieler fühlbarer Zeichen bedarf, damit die Kinder sich zurechtfinden: Da braucht es zum Beispiel kleine Erhebungen im Handlauf, um anzuzeigen, dass es nun um die Ecke geht oder unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten, als Signal für einen Übergang in andere Räume.
Je intensiver die Kinder gefördert werden, umso intensiver ist ihr Kontakt mit ihrer Umwelt und umso eher können sie ein Stück der Welt begreifen.





