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Erweiterung der Mutter-Kind Einrichtung Haus Anna

Als Kim dreizehn Jahre alt ist, wird ihr plötzlich häufig übel. Sie geht zum Arzt und erfährt, dass sie bereits im vierten Monat schwanger ist. Ein Schock, denn jetzt muss sie das Kind austragen. Nach der Geburt darf sie es nicht sehen, denn das Jugendamt will eine Entscheidung: Entweder gibt Kim das Baby in Pflege oder zur Adoption frei, oder sie zieht in eine betreute Wohngruppe? 

Heute, zwei Jahre später, leben Kim, 16 Jahre, und Angelina, 2 Jahre, in einem Appartement der Mutter-Kind-Einrichtung Haus Anna in Nürnberg. Die junge Mutter hat gelernt, für ihre kleine Familie selbst zu sorgen. Sie kann waschen, putzen, kochen, weiß aber auch, wie sie mit Angelina umgehen muss. Und auch die ist für eine Zweijährige ungewöhnlich selbständig. In der Krippe von Haus Anna hat sie sprechen, essen und sich umziehen gelernt. Bald können die beiden auf eigenen Beinen stehen, dann heißt es Abschied nehmen. "Mir wird es schwer fallen, mich von den ganzen Leuten zu trennen, es wird schwer werden die ersten Wochen komplett alleine, aber das schaffen wir schon." 

Die Nachfrage ist groß nach Plätzen im Haus Anna, viele junge Mütter und ihre Kinder müssen abgewiesen werden, deshalb wollen die Sternstunden acht weitere Plätze schaffen.