Sternstunden-Hilfe in Kenia

humedica

AMREF Deutschland - Gesellschaft für Medizin und Forschung in Afrika e.V. / Nahrung und Wasser für die Regionen Turkana, Laikipia, Makueni und Samburu sowie Einsätze der "Flying Doctors" im Flüchtlingslager Dadaab

Die Haupttätigkeitsfelder von AMREF in der aktuellen Krise sind die Wasserversorgung, Bereitstellung von (zusätzlichen) Schulmahlzeiten und Spezialnahrung für die Behandlung der Unterernährten sowie die medizinische Versorgung der an Durchfall erkrankten Kinder in den ländlichen Bezirken Turkana, Laikipia, Makueni und Samuru. Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit sind die Wasservorräte in den größten Teilen Kenias aufgebraucht. Dies hat verheerende Folgen für Menschen und Tiere. Das Weideland ist vertrocknet, die Tiere, welche die Basis für den Lebensunterhalt der Landbevölkerung, darstellen verhungern. Der akute Mangel an Wasser und Nahrungsmitteln hat tödliche Folgen. Hiervon sind insbesondere Kinder unter 5 Jahren, Schwangere und alte Menschen betroffen. Die Abwanderung der Menschen aus den von der Dürre betroffenen Regionen hat die natürlichen Gemeinschaften und das Zusammenleben zerrissen.
 

AMREF Deutschland - Gesellschaft für Medizin und Forschung in Afrika e.V. / Spezialnoternährung und Wasserversorgung für die Region North Rift Valley, Nord-West Kenia

AMREF Deutschland führt in dieser Region ein vom BMZ co-finanziertes umfangreiches Projekt zur Verbesserung der AIDS-Therapie durch Anti-Retrovirale Behandlung durch und ist deshalb dort gut aufgestellt. AMREF versorgt ingsesamt rund 8.000 unterernährte Menschen, darunter 4.000 Kinder, mit Spezialaufbaunahrung. Diese muss unter medizinischer Aufsicht ca. 14 Tage verabreicht werden, danach ist der Körper wieder in der Lage "normale" Lebensmittel aufzunehmen.

Zusätzlich kümmert sich AMREF um die Versorgung der Region Wajir, sowie der Region Huri Hills/Marsabit, die von der Dürre extrem getroffen wurden. Schwerpunkte liegen in der Verbesserung der Wasserversorgung, sowie der Bereitstellung von Spezialnahrung.

Ärzte der Welt e.V.  /  Versorgung von Müttern und Kindern in der Region Garissa und um das Flüchtlingslager Dadaab

Um die Basisgesundheitsversorgung der lokalen Bevölkerung und der Dürre-Flüchtlinge zu gewährleisten, werden neun Basisgesundheitseinrichtungen nachhaltig unterstützt und ein Referenzsystem zum Distriktkrankenhaus aufgebaut. Hierzu gehört auch die Basisausstattung des Bezirkskrankenhauses in Dadaab mit den notwendigen medizinischen Geräten für die Mutter-Kind-Versorgung. Ärzte der Welt richtet seine Hilfe auf die besonderes gefährdete Bevölkerungsgruppe, Frauen und Kinder unter fünf Jahren.

Caritas International e.V. / Nahrungsmittelhilfen für die von Dürre Betroffenen in der East Valley Province

Die Diözese Nakuru ist auch von der Folge der ausbleibenden Regenfälle betroffen. Mit Lebensmittelverteilungen bis Ende Dezember 2011 soll das Überleben von 4.000 Menschen gesichert werden. Besonders bedürftige Dürreopfer sind Kinder, Schwangere, stillende Mütter, HIV-Betroffene und Menschen mit Behinderung.

CARE Deutschland-Luxemburg e.V. / Hilfe für die somalischen Flüchtlinge in Dadaab

CARE ist seit 1993 im Flüchtlingslager in Dadaab in Zusammenarbeit mit dem UNHCR tätig. Inzwischen leben ca. 443.000 Menschen in den Flüchtlingslagern um den Ort Dadaab. Die Vereinten Nationen rechnen mit über 500.000 Menschen in Dadaab bis Ende des Jahres. Daher verstärkt CARE die Wasserversorgung mittels Wasserleitungen in den bestehenden Lagern und aber auch in den spontanen Aufnahmegebieten, die sogenannten „Influx-areas“, die sich an den Rändern der bestehenden Lagerstrukturen erstrecken zu gewährleisten. Teilweise müssen die Neuankömmlinge immer noch mit Tankwagen versorgt werden, dies ist nicht nur sehr aufwendig, sondern es kann so nicht immer eine durchgängige Versorgung gewährleistet werden. Mit dem Verlegen von Wasserleitungen können Wasserhahnständer aufgestellt werden, an denen sich die Flüchtlingsfamilien selbst mit Wasser versorgen. Um die Kapazität zu gewährleisten, ist auch noch die Erstellung eines neuen Bohrlochs und eines Hochtanks geplant. Darüber hinaus verstärkt CARE auch die Anstrengungen im Bereich Hygiene. Bei derartigen großen Lagern helfen relativ einfache Maßnahmen wie Hände waschen oder die Beseitigung des Mülls  die Ausbreitung von Krankheiten, wie z. B. Durchfall zu verhindern.

humedica e.V. / Spezialnahrung, Milchpulver, Babynahrung und Medikamente für die Region Turkana im Norden Kenias und für das Flüchtlingslager Daadab

Mit dem ersten Hilfsgüterflug wurden 30 Tonnen Spezialnahrung, Milchpulver, Babynahrung, Medikamente und medizinischer Bedarf nach Kenia geflogen und in Turkana und in Dadaab verteilt. Weitere Hilfsgüterflüge sind geplant. Der Transport wurde von <acronym title="Bayerischer Rundfunk">BR</acronym>-Moderator Martin Breitkopf begleitet, der in Hörfunk und Fernsehen ausführlich darüber berichtete.
Darüber hinaus wird Humedica mit dem lokalen Projektpartner WORLD CONCERN in der Region Garissa die Gesundheits-, Ernährungs- und Wasserversorgung verbessern. Hierzu gehört die Wiederherstellung von Wasserpumpen, die Reinigung der Brunnen, den Aufbau von mobiler Gesundheitsversorgung, die Verbesserung der sanitären Gegebenheiten und Spezialernährung für vom Hunger betroffene Kinder.

Kath. Kirchenstiftung St. Marien Nürnberg / Lebensmittel für Kindergarten, Schul- und Waisenkinder in Thika, Juja und Ruiru

Die Missionsdominikanerinnen in Thika wurden von Sternstunden bereits mehrfach unterstützt, u.a. beim Aufbau eines Kinderdorfes für Aidswaisen, einer Schule für geistig behinderte Kinder und bei der Ausstattung der Kinderklinik. Die Missionsdominikanerinnen betreuen 393 Waisenkinder im Kinderdorf und ermöglichen ca. 800 Kindern eine Schulausbildung. Aufgrund der anhaltenden Dürre in Ostafrika sind die Lebensmittelpreise extrem gestiegen, die Familien können ihre Kinder nicht mehr ernähren, viele Kinder müssen hungern. Deshalb wollen die Missionsschwestern den Kindern in der Schule bzw. im Kindergarten zu Essen geben.

Malteser International / Nahrungsmittelverteilung für hungernde Kinder und ihre Familien in Nordkenia

In der Diözese von Isiolo (Nordkenia) werden 3.000 Kleinkinder und ihre Familien mit Lebensmittel und Medikamenten unterstützt, um ihnen so durch die schlimmsten Monate der Dürre zu helfen. In der Diözese Isiolo werden somit insgesamt 18.000 Menschen geholfen.

NAVIS e.V. schnelle Hilfe ohne Grenzen / Trinkwasser-aufbereitung, medizinische Basisversorgung, Zusatznahrungsmittel, Wajir

Durch die anhaltende Dürre kommt es bei den Brunnen zur Versalzung des Trinkwassers. Die Versalzung ist so weit fortgeschritten, dass der Genuss weder für Mensch noch Tier möglich ist. Die Folgen des Wassermangels, sowie der Konsum von nicht trinkbarem Wasser führen vor allem bei Babys und Kindern zu einer lebensbedrohlichen Situation. Durch den Einsatz von Trinkwasseraufbereitungsanlagen kann die Bevölkerung nachhaltig mit trinkbarem Wasser versorgt werden. Neben der Trinkwasseraufbereitung leistet NAVIS in der Zielregion medizinische Versorgung für die einheimische Bevölkerung und für ankommende Flüchtlinge aus Somalia. Dabei werden unterernährte Kinder auch mit Babynahrung versorgt. 

Missio Internationales kath. Missionswerk / Nahrungsmittel-hilfe für von Dürrekatastrophe betroffene Menschen in den kenianischen Flüchtlingslagern Kakuma, Korr und Nazaikoni

Alle Flüchtlinge (der Großteil aus Somalia), die neu im Lager ankommen, bekommen erst etwas zu essen oder zu trinken, wenn sie registriert sind. Die Lebensmittel reichen schon lange nicht mehr aus und die allgemeine Situation ist sehr angespannt. An allen Standorten werden hauptsächlich Kinder und Jugendliche von 0-18 Jahren versorgt.