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Grundschulunterricht für die Jungen und Mädchen in Bolivien
Bolivien gehört zu den Ländern Lateinanmerikas mit dem höchsten Anteil an indianischer Bevölkerung. Diese leben überwiegend als Kleinbauern in den abgelegenen und armen Gebirgsregionen der Anden. Die Lebensbedingungen sind sehr hart, und die Kinder werden oft bereits sehr früh in die Verantwortung genommen, in dem sie auf den Feldern mitarbeiten oder auch die Tiere hüten müssen. Unterricht dagegen findet in dieser abgelegenen Region oft nicht statt, es gibt nur wenige Schulen.
Mitten im Nirgendwo, im Ort Hualqeri, existiert es eine kleine Grundschule- doch wie lange noch? Die kleine Lehmhütte auf 3750 Höhenmetern ist offensichtlich im Verfall begriffen.25 Kinder zwischen fünf und elf Jahren besuchen die Grundschule der Comunidad Hualqeri. Die Jungen und Mädchen kommen aus der ganzen Region, ihr täglicher Schulweg verläuft über Berge, durch Flusstäler und dauert nicht selten zwei bis drei Stunden. Doch den Kindern ist kein Weg zu weit, denn sie haben Lust am Lernen. So auch Josefina und Alejandrina, acht und sieben Jahre alt. Die beiden Mädchen hatten bislang Glück, für sie gab es einen Platz in der kleinen Schule. Für viele anderen Kinder hingegen nicht, die Comunidad Hualqeri braucht dringend größere und wettersichere Räume, damit alle Kinder eine Chance auf Bildung haben.
In Zusammenarbeit mit Care Deutschland-Luxemburg e.V. unterstützt Sternstunden den Bau einer Schule in Hualqeri sowie in dem eine weitere Tagesreise entfernten Ort Cotani Caine, wo es bislang überhaupt noch keine Schule gibt. Josefina und Alejandrina haben große Pläne. Viel kennen sie noch nicht von der Welt, aber sie wissen wohl, dass es noch viel, sehr viel gibt – da draußen. Die Schule ist dafür ein erster wichtiger Schritt.







