Medizinische Versorgung durch die "Flying Doctors" in Tansania

Karim ist 5 Jahre alt und hat einen Leistenbruch. Diese Erkrankung ist bei männlichen Säuglingen und Kleinkindern weit verbreitet. In Europa wird der Bruch mit einer kleinen ambulanten Operation geheilt. Doch für Karim ist der Leistenbruch lebensbedrohlich. Er muss dringend operiert werden, denn es haben sich Darmschlingen im Bruch eingeklemmt. Über 80 Kilometer ist er mit seiner Mutter in klapprigen Bussen bis ins Krankenhaus nach Turiani in Tansania gereist. Doch auch im Buschkrankenhaus können ihm die Ärzte nicht helfen, weil das Krankenhaus keinen Chirurgen und keinen Kinderarzt hat.

Um Kinder wie Karim zu operieren, bringen die “Flying Doctors” mit ihren Buschfliegern Spezialisten auch in die abgelegensten Krankenhäuser Ostafrikas. 9.000 Operationen führen die “Flying Doctors” jedes Jahr in Kenia, Tansania, Südsudan, Äthiopien und Somalia durch. Über 40 Prozent der Patienten sind Kinder, die Operationen sind für die Patienten kostenlos.

Die "Flying Doctors" finanzieren ihre Einsätze allein aus Spenden. Sternstunden will den Ärzten in Tansania helfen: Für zwei Jahre sollen die Operationskosten für Kinder in 53 Krankenhäusern übernommen werden.