Renovierung der Wohnhäuser im Straßenkinderdorf "Pequeno Nazareno"

Kurz vor fünf Uhr morgens im brasilianischen Fortaleza. Die Straßenkinder haben für ein paar Stunden einen versteckten Platz zum Schlafen gefunden. Es wird jedoch nicht lange dauern, dann werden sie wieder vertrieben und ein neuer Tag beginnt: Betteln um ein paar Real, die umgesetzt werden in Crack oder Leim zum Schnüffeln. Die nächste Nacht will keiner spüren…

Zwar ist Fortaleza auf den ersten Blick eine mondäne Stadt am Atlantik im Nordosten Brasiliens, aber wenn die Sonne untergeht, werden die Probleme offensichtlich. Es gibt hier viel zu viele Kinder, die kein Zuhause haben. Kinder ohne Perspektiven. Kinder, in ihrer Not allein gelassen.

Immer wieder macht sich der ehemalige Franziskaner-Pater Bernhard Rosemeyer vom Verein "Der kleine Nazareno" mit seinen Helfern auf den Weg, um diesen Kindern seine Hilfe anzubieten. Bilder aus dem Straßenkinderdorf sollen die Jungen davon überzeugen, den Drogen und der Straße zu entsagen.

"Pequeno Nazareno" liegt eine gute Autofahrstunde landeinwärts. Hier hat Matheo ein neues Zuhause gefunden und erfährt dort, zusammen mit 43 anderen Jungen zwischen fünf und 13 Jahren, zum ersten Mal ein bisher unbekanntes Gefühl kindlicher Unbekümmertheit. Untergebracht sind die Jungen in Zweibettzimmern, jeweils acht bis zehn Kinder teilen sich ein Häuschen im Straßenkinderdorf. Auf dem abgelegenen Heimgelände gibt es auch eine staatlich anerkannte Grundschule, die Jungen besuchen. Denn Matheo und die anderen haben längst verstanden, wie wichtig es ist, zu lernen.

Sternstunden will dabei helfen, dass das Heim renoviert und erweitert werden kann, und somit noch mehr Straßenkinder hier eine Zuflucht finden dürfen.