Traumatherapeutische und psychosoziale Betreuung für erdbebenbetroffene Kinder und Jugendlichen in Haiti

Mit dem 12. Januar 2010 veränderte sich das Leben für viele Haitianer auf dramatische Weise. Es gibt kaum Familien, die durch das Erdbeben nicht einen geliebten Menschen oder das Zuhause verloren haben. Die Kinder leiden unter diesen Geschehnissen am meisten: Mit einem Schlag sind Eltern und Geschwister nicht mehr da, die vertraute Umgebung zerstört, Freunde getrennt, nichts ist mehr wie vorher. Wie kann es gelingen, trotz dieser traumatischen Erfahrungen zurück zu einem Stück Normalität zu finden?

stART international e.V. hat sich die psychosoziale und traumatherapeutische Nothilfe für Kinder und Jugendliche in weltweiten Kriegs-, Krisen und Katastrophensituationen zur Kernaufgabe gemacht. Da die Situation auf Haiti sehr komplex und schwierig ist, und eine fruchtbare Arbeit nur in Koordination mit dem Hilfsnetzwerk vor Ort stattfinden kann, war stART bereits kurz nach dem Ausbruch des Erdeben auf Haiti um einen Einsatz logistisch und organisatorisch vorzubereiten, sich mit den Partnern vor Ort abzusprechen und sinnvolle Einsatzorte auszuwählen. 

Sternstunden unterstützt stART international e. V. bei der Durchführung eines achtwöchigen Projekteinsatzes. Ziel ist es, den leidenden Kindern und Jugendlichen dabei zu helfen, das erfahrene Traumata zu mildern. Um dies nachhaltig zu gewährleisten arbeitet stART international e.V. in seinen Workshops eng mit den haitischen Sozialarbeitern und Psychologen zusammen.