Ein Zuhause und Schutz für junge Frauen

Im Herbst 2014 eröffneten Mutter-Kind-Haus von Condrobs finden Mädchen und junge Frauen mit und ohne Fluchthintergrund zusammen mit ihren Kindern ein Zuhause. Dr. Ludger Hermeler von Sternstunden überreichte am 7. Juli den Scheck über die Fördersumme von 500.000 Euro an Condrobs.

© Sternstunden

Das Mutter-Kind-Haus in München ist ein Modellprojekt für Integration und beherbergt acht Mädchen und junge Frauen. Auch schwangere Frauen sind darunter. Besonderer Schutz und Hilfe sind während der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt sehr wichtig, da viele junge Frauen völlig hoffnungs- und perspektivlos sind. Die jungen Flüchtlingsfrauen sind fern ihrer Heimat und allein, aber auch junge Mütter ohne Fluchthintergrund sehen in dieser Phase oft keine Zukunft für sich. Eine intensive pädagogische und psychologische Begleitung, um traumatische Erlebnisse wie Gewalterfahrung oder Fluchthintergründe zu verarbeiten, sind in dieser Phase besonders wichtig, um auch neu entstehende Probleme wie Arbeitsplatzsuche oder die erste Krankheit des Kindes bewältigen zu können. Die Bewohnerinnen haben unterschiedliche kulturelle, familiäre und soziale Hintergründe - doch die Schwangerschaft und die neue Mutterrolle schaffen Gemeinsamkeiten, fördern gegenseitiges Lernen und unterstützen damit Inklusion und Integration.

Meldung erstellt am: 8. Juli 2015