Sternstunden 2020

Der BR feierte wieder den Sternstunden-Tag - in diesem Jahr allerdings unter ganz anderen Vorzeichen. So wurde anstelle der bekannten Sternstunden-Gala vor großem Saalpublikum die Live-Sendung "Sternstunden 2020" im BR Fernsehen ab 20.15 Uhr ausgestrahlt - aus dem BR-Studio in Unterföhring.

Sabine Sauer und Volker Heißmann am Sternstunden-Tag 2020
Sabine Sauer und Volker Heißmann am Sternstunden-Tag 2020 (© Foto: BR/Martina Bogdahn)

In der Sendung stellten die Moderatoren Sabine Sauer und Volker Heißmann prominente Paten, Engagierte sowie Betroffene aus Hilfsprojekten vor. Live aus der Spendenzentrale München berichtete BAYERN 3 Moderatorin Katja Wunderlich. Ab 6 Uhr konnte in den Telefonzentralen für Kinder in Not gespendet werden.

Katja Wunderlich
Katja Wunderlich in der Münchner Spendenzentrale (© Foto: BR/Markus Konvalin)
„Das Jahr 2020 ist geprägt von Verzicht und Entbehrungen. Doch das schwere Schicksal kranker und behinderter Kinder und ihrer Familien, deren Alltag von permanenten Einschränkungen bestimmt ist, relativiert unsere aktuellen Sorgen und Nöte. Ein Dank allen Spenderinnen und Spendern, die gerade jetzt in belasteter Zeit am Sternstunden-Tag wieder ein deutliches Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls gesetzt haben.“
Thomas Jansing, Sternstunden
"In einem Jahr wie diesem ist der Sternstunden-Tag des BR besonders wichtig. Die Pandemie hat die Situation vieler Kinder in Not noch verschärft – hier kann die Aktion Sternstunden schnell und unbürokratisch helfen. In der Umsetzung des Sternstunden-Tags war in diesem Jahr vieles nicht oder nur eingeschränkt möglich, an manchen Stellen musste improvisiert werden – doch dank des riesigen Engagements aller Beteiligten konnten wir am Ende einen beeindruckenden Sternstunden-Tag erleben. Ich bin zutiefst dankbar für die Großzügigkeit der vielen Spenderinnen und Spender und den großen Zusammenhalt gerade in so schwierigen Zeiten."
Ulrich Wilhelm, Intendant BR

Stars in der Sendung

Viele der Musik-Stars, die für Sternstunden auftreten, engagieren sich seit Jahren, übernehmen Patenschaften für Hilfsprojekte oder sammeln durch Konzerte Spendengelder für die Benefizaktion. Auch in diesem Jahr ließen sie es sich nicht nehmen, für Sternstunden zu trommeln, zu singen oder die Geige zu streichen. So traten bei "Sternstunden 2020" folgende Künstler auf: Stargeiger David Garrett, Austropop-Star Rainhard Fendrich, Singer-Songwriter Claudia Koreck, die mit der ganzen Familie musiziert, Liedermacher Werner Schmidbauer und Ami Warning, Musiker und Moderator Hannes Ringlstetter sowie Soul-Königin und Weather-Girl Dorrey Leyles. Für bayerisch-fränkische Klänge sorgten CubaBoarisch 2.0 und die Dorfrocker.

Ein Highlight war die TV-Premiere des Sternstunden-Songs 2020. Hans-Jürgen Buchner von Haindling, Barny Murphy von der Spider Murphy Gang, Stefan Dettl von La BrassBanda, Sebastian Horn und viele weitere Künstler haben unter der Federführung von Claudia Koreck und ihrem Produzenten Gunnar Graewert begeistert mitgemacht. Das Lied steht seit Freitag, 20. November 2020, auf allen gängigen Plattformen zum Download bereit, die Erlöse gehen zu 100 Prozent an Sternstunden.

Projekte und Paten

Im Zentrum standen wieder die Projekte, die Sternstunden in diesem Jahr fördert und die kranken, behinderten oder notleidenden Kinder zu Gute kommen. Der Verein "Frühstart ins Leben" etwa baut Räumlichkeiten im Münchner Perinatalzentrum Großhadern um und auf besondere Weise aus: Dadurch können Frühgeborene oder schwerkranke Babys neben der intensiven medizinischen Versorgung auch von der Anwesenheit der Eltern profitieren.

Zu Gast in der Sendung war Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die für Sternstunden in diesem Jahr eine Million Euro aus eingesparten Landtagsmitteln zur Verfügung stellte, um von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Kinder, ihren Familien und Einrichtungen in Bayern schnell unter die Arme greifen zu können.

Werden Kinder Opfer von sexuellem Missbrauch, sind ganz besondere therapeutische und pädagogische Konzepte nötig. Die Geschwister-Gummi-Stiftung in Kulmbach bietet unter anderem von sexuellem Missbrauch Betroffenen einen Rückzugsort, an dem sie beschützt werden können.

Und im frisch eröffneten Augsburger Hotel "einsmehr" der gleichnamigen Initiative Down-Syndrom werden etwa die Hälfte der Stellen an Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen vergeben und damit Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen. Zwölf behinderte Jugendliche und junge Erwachsene wurden durch eine Qualifizierungsmaßnahme, mitfinanziert von Sternstunden, bereits in dieses besondere Projekt integriert.