Moderne Medizinausstattung rettet Leben – Neue Perspektiven für Früh- und Neugeborgene in Nordmazedonien
In Nordmazedonien war die Situation für Früh- und Neugeborene lange Zeit dramatisch: Vor allem in ländlichen Regionen fehlten moderne medizinische Geräte, spezialisierte Versorgung und geschultes Ärztepersonal, sodass die Sterblichkeitsrate bei Früh- und Neugeborenen teils doppelt so hoch war, wie in Deutschland. Seit rund zehn Jahren arbeitet Project HOPE e.V. gemeinsam mit Sternstunden im Rahmen des PeriMAC Programms daran, dies zu ändern und die Sterblichkeitsrate von Früh- und Neugeborenen in Nordmazedonien deutlich zu senken. Mit nachhaltigem Erfolg!

Ein zentrales Ziel: Bessere Überlebenschancen für die Kleinsten
In mehreren Projektphasen wurden dazu zentrale Kliniken in Skopje und regionale Krankenhäuser mit moderner Medizintechnik ausgestattet: Inkubatoren, Überwachungsmonitore, Ultraschall- und Fetalgeräte, Geburtsbetten und Spezial-Transportfahrzeuge für Neugeborene ermöglichen heute eine Versorgung auf zeitgemäßem Niveau. Ergänzend wurden über 400 Ärzte und Pflegekräfte fortgebildet, neuere Behandlungsstandards eingeführt und nach dem Train-the-Trainer-Prinzip landesweit verankert.

Messbare Erfolge bei der Senkung der Sterblichkeitsrate von Neugeborenen
Die Wirkung ist messbar: An der Universitätskinderklinik waren im Jahr 2025 5 Todesfälle bei Neugeborenen zu beklagen. Im Vergleich dazu lag die Sterblichkeitsrate 2016 noch bei 86 Kindern. Im Mutter-Teresa-Geburtskrankenhaus stieg die Zahl der Geburten von rund 2.800 auf etwa 4.000 pro Jahr – ein Zeichen für das gewachsene Vertrauen der Familien in dieser Region. Internationale Organisationen wie WHO und UNICEF würdigen diese Entwicklung und bestätigen, dass Nordmazedonien seit 2015 weltweit die größte Verbesserung bei der Kindersterblichkeit erzielen konnte. Die Neugeborenensterblichkeit sank um 87 Prozent, die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren um 75 Prozent – ein Erfolg, der nur durch die enge Zusammenarbeit von Project HOPE, Sternstunden, staatlichen Stellen und weiteren Partnern möglich wurde.
Gezielte Investitionen in moderne medizinische Ausstattung dank Sternstunden
Sternstunden hat dabei entscheidende Investitionen ermöglicht: In der jüngsten Phase des Projekts wurden vier Regionalkrankenhäuser in Gostivar, Veles, Struga und Strumica mit Medizintechnik für Geburtshilfe und Neonatologie im Wert von 300.000 Euro ausgestattet. Dazu kam 2020 die spezialisierte technische Austattung zweier Neugeborenen-Transportfahrzeuge, die kritisch kranke Babys sicher aus ländlichen Regionen in die Zentralklinik nach Skopje bringen. Regelmäßige Monitoringbesuche von Project HOPE und die kontinuierlichen Fortbildungen des medizinischen Personals sichern die nachhaltige Nutzung dieser Ausstattung.

Einblicke vor Ort: Spürbare Verbesserungen im Klinikalltag
Wie stark sich die Situation verbessert hat, konnte das Sternstunden-Team rund um Gabriele Erhart und Marianne Lüddeckens bei einer Projektreise vom 28. April bis 1. Mai 2026 vor Ort erleben: Die finanzierten Geräte werden routiniert und fachkundig eingesetzt. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte berichten, wie ihre Arbeit erleichtert wird und wie heute Babys überleben, die früher kaum eine Chance gehabt hätten. Gespräche mit Klinikleitungen, dem Gesundheitsministerium und der deutschen Botschafterin bestätigten: PeriMAC gilt landesweit als echtes Leuchtturmprojekt und wird international als Erfolg anerkannt.

Nachhaltige Unterstützung mit starker Wirkung
Der Projekteinsatz in Nordmazedonien zeigt, was langfristige, verlässliche Hilfe bewirken kann: Ein Land, in dem die Kindersterblichkeit einst zu den höchsten in Europa gehörte, bietet seinen Kleinsten heute deutlich bessere Lebenschancen. Für Sternstunden ist dieses Projekt ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass jeder gespendete Euro nachhaltige Wirkung erzielt, wenn er dort ankommt, wo er dringend gebraucht wird – und wie in Nordmazedonien so jeden Tag Leben gerettet werden. Herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender, Projektpartner und Unterstützer, die zu diesem großartigen Projekterfolg in Nordmazedonien beigetragen haben.
