Schutz und Zukunft für Kinder in Burkina Faso
In Burkina Faso bedrohen Armut, Mangelernährung und Gewalt die Zukunft zahlreicher Kinder und junger Frauen. Die Hilfsorganisation AMPO International bietet ihnen in Waisenhäusern und im Frauenhaus MIA/ALMA Schutz, Versorgung und Zugang zu Bildung. Seit 2018 unterstützt Sternstunden diese wertvolle Arbeit in einem der ärmsten Länder der Welt, damit aus akuter Not langfristige Perspektiven entstehen.

AMPO International: Hilfe zur Selbsthilfe in Afrika
Vor 30 Jahren gründete Katrin Rohde AMPO International in Burkina Faso, um Straßen- und Waisenkindern zu helfen. Heute betreut die Organisation in verschiedenen Einrichtungen rund 350 Menschen, vor allem Kinder und junge Frauen. Zum Angebot zählen neben Waisenhäusern und dem Frauenhaus eine eigene Krankenstation, in der jährlich etwa 100.000 Menschen kostenfrei behandelt werden, ein Beratungszentrum für Frauen und das Haus LINDA für unterernährte Säuglinge und Kleinkinder.
Die Hilfe geht weit über die akute Versorgung hinaus: Kinder erhalten einen sicheren Alltag und Zugang zu Bildung. Junge Frauen finden nach Gewalterfahrungen Schutz und entwickeln Fähigkeiten, um für sich und ihre Kinder eine Zukunft aufzubauen.

Ein Zuhause für 120 Waisenkinder
Kabore Rasmata war sechs Jahre alt, als ihre Mutter starb. Danach kam sie in eines der Waisenhäuser von AMPO. Auch der 17-jährige Bakou Wilfried lebt dort, seit er seinen Vater verloren hat. Im AMPO-Film "Einfach Kind sein" erzählen Kinder, warum sie in den AMPO-Waisenhäusern aufgenommen wurden und welche Träume sie haben. Wie ihr Alltag aussieht, schildert die achtjährige Bandeh Mariam: Um 7.30 Uhr gibt es Frühstück, danach waschen sich die Kinder und gehen zur Schule. Mittags essen sie gemeinsam, um 14.30 Uhr beginnt erneut der Unterricht. Auch sonntags wird gelernt. Und dann ist Zeit zum Spielen. Dieser verlässliche Rhythmus schenkt den Kindern Raum, um Kind sein zu dürfen.

AMPO eröffnete 1996 ein Waisenhaus für Jungen und 1999 eines für Mädchen. In jedem Haus leben je 60 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren – insgesamt 120. Viele sind Waisen oder Halbwaisen, andere verlassen oder misshandelt. Die Einrichtungen gehören zu den wenigen in Burkina Faso, die Kinder dieser Altersgruppe aufnehmen. Viele Kinder kommen mangelernährt an und erleben im Waisenhaus erstmals regelmäßig drei Mahlzeiten täglich. Schutz, Kleidung, medizinische und psychologische Betreuung sowie Schulbesuch ermöglichen ihnen, ihre Zukunft aktiv zu gestalten.

Im Frauenhaus wird aus Schutz eine Perspektive
MIA/ALMA ist eines der wenigen Frauenhäuser in Burkina Faso. Junge Frauen finden dort Zuflucht vor Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung, Missbrauch, Prostitution und Ausbeutung. Hier finden junge Frauen Zuflucht vor Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung, Missbrauch, Prostitution und Ausbeutung. Derzeit leben 45 junge Frauen im Alter von 14 bis 20 Jahren sowie acht Kinder zwischen eins und vier Jahren im Haus.

Die Bewohnerinnen erhalten Nahrung, Kleidung sowie medizinische und psychologische Betreuung. Sie können zur Schule gehen oder eine Ausbildung beginnen, etwa in der Schneiderei. Während eine junge Mutter das Nähen lernt, kümmern sich Erzieherinnen im angrenzenden Haus LINDA um ihr Kind. So ist das Kind gut versorgt, während die Mutter Fähigkeiten für ein selbstständiges Leben erwirbt. Sozialarbeiterinnen begleiten die Frauen auch nach ihrem Aufenthalt.

Wie langfristig diese Unterstützung wirken kann, zeigt Diana Aseta: Sie kam selbst mit 17 Jahren ins Frauenhaus und arbeitet heute dort als Ausbilderin. Sie begleitet nun junge Frauen, die einen Neuanfang suchen. Auch deren Kinder profitieren, wenn ihre Mütter Schutz und berufliche Perspektiven finden.

Bei der Wiedergabe des Videos werden Daten über Ihren Besuch an YouTube übergeben. Details entnehmen Sie unserer Datenschutzerklärung.
Was mich besonders bewegt, ist die unermessliche Dankbarkeit der Frauen im Frauenhaus. Jede von ihnen hat bei ihrer Ankunft Zugang zur Krankenstation, wo sie umfassend untersucht wird – von der Gynäkologie bis zur Allgemeinmedizin. Viele der Bewohnerinnen sind Opfer von Gewalt und HIV spielt eine tragische Rolle, etwa weil die jungen Mädchen vergewaltigt wurden. Zum ersten Mal werden sie hier wahr- und ernstgenommen, und das berührt mich tief.

